Galerie
Hier präsentiere ich einige von Gisela’s Werken, die das Ergebnis einer langen Reise sind. Die Bilder reichen von abstrakter und realistischer Malerei bis hin zu Collagen und Arbeiten mit dreidimensionalen Elementen. Jedes Werk erzählt eine eigene Geschichte – und ich freue mich, dass ich diese Schätze weiterhin mit dir teilen darf.
Wenn du auf einen Bildausschnitt klickst, erscheint das Werk im Ganzen – zusammen mit seinem Titel und der „spezifischen Frage zum Bild“, mit der du eingeladen bist, über diverse Themen nachzudenken.
Kommentar
Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Kunsthistoriker:
Liebe Frau Schultze-Bachmann,
vielen Dank für Ihre Bilder und die Titel(fragen)! Das geht wirklich sehr gut auf. Der Titel weckt in Verbindung mit dem jeweiligen Bild Assoziationen, aber durch die Frage bezieht man diese auf sich selbst zurück. Die Kontemplation, zu der das Bild Raum gibt, erfährt so eine Wendung, wird gar zur Meditation.
Ich finde es ausgezeichnet, dass Ihre Bilder gerade auch in einem Krankenhaus zur Geltung kommen. Das ist enorm wichtig und könnte bei einzelnen Patienten viel bewirken. Ich habe jedenfalls eine so bemerkenswerte Weise, Bildtitel zu Fragen zu erweitern, noch nirgendwo sonst gesehen.
Herzliche Grüße & weiter viel Erfolg für Ihre Arbeit
Wolfgang Ullrich
Aktuell/Veranstaltungen
Die Frau mit den berühmten Fragen
Zum Abschied von der Künstlerin Gisela Schultze-Bachmann
Von Katharina Schwendinger
Kempten Wer Gisela Schultze-Bachmann kannte, beschreibt sie als ideenreich, offen und unkonventionell, als jemanden, der selten stehen blieb und immer wieder neue Wege suchte. Ihre Kunst spiegelt genau das wider: neugierig, fragend, immer im Dialog mit Menschen. Jetzt ist sie im Alter von 75 Jahren gestorben.
Noch hängen ihre Bilder auf der Onkologiestation des Klinikums Kempten. Die Ausstellung, die den Namen „Im Wandel“ trägt, zeigen Werke, die nicht nur betrachtet werden wollen, sondern ins Gespräch führen sollen. Dass ihre Schöpferin Gisela Schultze-Bachmann, nun nicht mehr lebt, verleiht ihnen eine neue Tiefe. Die vielseitige Künstlerin lebte seit rund sechs Jahren in Kempten und zuvor viele Jahre in München.
Von Wegbegleitern wurde sie gerne die „Frau mit den berühmten Fragen“ genannt. Und diese Bezeichnung bringt es auf den Punkt: Kunst war für die studierte Pädagogin und Kunsterzieherin nie nur Dekoration. Sie verstand sie als Dialog, als Einladung, stehen zu bleiben, wahrzunehmen, sich selbst zu befragen. Diese Haltung zog sich durch ihr gesamtes Leben.
Beruflich arbeitete sie zunächst an Volkshochschulen, später viele Jahre sehr erfolgreich als selbstständige Berufsberaterin in München. Hier war ihr wichtig, an den Stärken der Menschen zu anzusetzen, nicht an den Schwächen. Hunderten von jungen Leuten erlangten durch sie eine berufliche Perspektive, auf die sie vielleicht selber gar nicht gekommen wären.
Parallel dazu entwickelte sie über Jahrzehnte ein vielfältiges künstlerisches Werk. Ihre Arbeiten reichten von abstrakten Gemälden über Collagen bis hin zu dreidimensionalen Objekten. Charakteristisch war dabei weniger ein einheitlicher Stil als ihre Haltung. Kunst sollte berühren, irritieren und öffnen. Oft packte sie direkt neben ihren Bildern ganz bewusst Fragen zur Seite, als Brücke zwischen Werk und Betrachter.
Gisela Schultze-Bachmann stellte ihre Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen aus, unter anderem in München, Kempten und an vielen Orten im Allgäu. Ihre Werke waren sowohl in Galerien, Kunstvillen als auch in öffentlichen Räumen präsent.
Ein besonderer Höhepunkt ihres künstlerischen Wirkens war ihre große, internationale Ausstellung im Oktober 2025 in Italien. Die Ausstellung mit dem Titel „ Netzwerke - Chancen für Begegnung und Verständigung“ fand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Kempten und Trient statt.
Trotz bereits schwerer Erkrankung machte sich Gisela Schultze-Bachmann noch einmal auf den Weg, um persönlich anwesend zu sein. Auch der Kemptner Oberbürgermeister Thomas Kiechle war mit von der Partie. Die Eröffnung der Bilderschau stieß auf große Resonanz und viele Besucher. Für seine Frau war diese Ausstellung ein wichtiger Moment der Anerkennung und ein Zeichen dafür, wie sehr ihre Kunst Menschen erreichte, erinnert sich ihr Ehemann Herbert Bachmann.
Seit November 2023 Alleinausstellung „Im Wandel“
In der neuen Ausstellung „Im Wandel“ auf der Onkologiestation des Klinikums Kempten zeigt Gisela erneut farbenfrohe Bilder in Mischtechnik. Mit den spezifischen Fragen zu den jeweiligen Bildtiteln lädt Gisela auch hier wieder die Betrachtenden ein, in der sich zur Zeit rasant wandelnden Welt über verschiedene Themen nachzudenken.
Kunstausstellung „Im Wandel“ bringt Farbe und Freude für Patienten am Klinikum Kempten
Die Künstlerin Gisela Schultze-Bachmann präsentiert in ihrer neuesten Kunstausstellung „Im Wandel“ eine facettenreiche Reise durch die Vielfalt der Veränderungen - sehr zur Freude der Patientinnen und Patienten auf der onkologischen Station B2 am Klinikum Kempten.Prof. Dr. Christian Langer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie und Ärztlicher Direktor am Klinikum Kempten bedankt sich für die farbenfrohe Ausstellung auf der Onkologischen Station bei Gisela Schultze-Bachmann
Klinikum Kempten Onkologie-Station
Robert-Weixler-Straße 50, 87439 Kempten
Neue Ausstellung:
Kunstausstellung "(H)orchideen" - Eine Sinneserfahrung durch Kunst und Natur
Zwingerstr. 10, 87435 Kempten
Vernissage Sonntag, 16. November 2025
Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke, in die echte Orchideenblüten integriert sind und damit eine einzigartige Verbindung zwischen Kunst und Natur schaffen."(H)orchideen" bietet den Besucherinnen nicht nur eine visuelle Wohltat, sondern lädt sie auch dazu ein, über tiefgreifende Themen nachzudenken. Giselas Alleinstellungsmerkmal sind die spezifischen Fragen zu den Bildtiteln, welche die Betrachterinnen dazu anregen, sich mit verschiedenen Aspekten des Lebens auseinanderzusetzen. Von persönlichen Reflektionen bis hin zu gesellschaftlichen Fragestellungen bietet diese Ausstellung eine breite Palette an Anregungen zur inneren Einkehr und gleichzeitig die Möglichkeit zum Austausch.
Bei der Vernissage werden auch 18 Hörskulpturen präsentiert, mit denen eine Vielzahl von Geräuschen erzeugt werden können und die für die Besucherinnen ein spannendes haptisch-akustisches Erlebnis schaffen.
Besuchsmöglichkeiten bei öffentlichen Veranstaltungen des Frauenzentrum Kempten und auf Anfrage.
Die Galerie wird „stetig erweitert“, also schau gerne regelmäßig vorbei! Ich arbeite daran,
- neue Werke hinzuzufügen,
- Ausstellungen zu dokumentieren und
- Kooperationen mit anderen Künstler:innen und Kunstliebhaber:innen zu präsentieren.
- neue Werke hinzuzufügen,
- Ausstellungen zu dokumentieren und
- Kooperationen mit anderen Künstler:innen und Kunstliebhaber:innen zu präsentieren.
Gisea's Werke sind auch im Internet in der Kunstplattform "artoffer" unter: www.artoffer.com/sammlung-schultze-bachmann präsent und können auf Wunsch auch erworben werden. Über einen kurzen Eintrag im Gästebuch würde ich mich freuen!
Außerdem war es ihr Wunsch ihre Sammlung zugunsten der ALS-Forschung versteigern zu lassen. Näheres folgt demnächst.
Falls du „Ideen, Wünsche oder Fragen“ hast, lass es mich wissen – ich freue mich auf deinen Input und den Austausch mit dir!